Tod Browning: Dracula – Einfach schaurig-schön

Dracula, directed by Tod Browning, Universal 2002.

Wer die Augen schließt und an Graf Dracula denkt, hat zumeist unweigerlich das Bild von Bela Lugosi vor Augen. Kein zweiter Schauspieler, der die Figur des Grafen Dracula verkörpert hat, hat dessen Bild derart prägen können wie Lugosi. Aber der im Jahre 1931 uraufgeführte Film Dracula hat über seinen Hauptdarsteller hinaus noch einiges mehr zu bieten, weshalb er auch in keiner DVD-Sammlung fehlen sollte.

Knapp war das Geld, als sich das amerikanische Filmstudio Universal Anfang der 1930er-Jahre entschloss, die erste offizielle Verfilmung von Bram Stokers Roman Dracula zu produzieren. Neben der gerade erst überstandenen Wirtschaftskrise belastete der Erwerb der Filmrechte, für die das Studio 40.000 Dollar an Bram Stokers Witwe Florence zahlten musste, die Finanzen des Unternehms. Trotzdem wollte Universal den Roman zunächst als Big-Budget-Produktion umsetzen. So sollte in der Hauptrolle als Graf Dracula sogar Lon Chaney, der „Mann mit den 1.000 Gesichtern“, der sowohl bekannteste als auch teuerste Horror-Darsteller seiner Zeit, als Garant für einen späteren finanziellen Erfolg engagiert werden. Weiterlesen

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Lichtbringer im IKEA-Zeitalter: Die Hitachi Moon Light 506

Die Hitachi Moon Light 506 in zwei Varianten; ohne Herstellerschriftzug auf dem Sockel (im Vordergrund) und mit Herstellerschriftzug auf dem Sockel (im Hintergrund).

In den 1960er-Jahren brachte die japanische Firma Hitachi die Schreibtischlampe Moon Light 506 auf den Markt. Diese besticht bis heute durch ihr Design und ist unlängst zu einem begehrten Sammelobjekt geworden. Im Folgenden sind alle Informationen zusammengefasst, deren der Autor dieser Zeilen habhaft werden konnte. Sodann enden die Worte des Autors und die Lampe beginnt zu sprechen. Wenn sie dies dann tun sollte, so vermag ein Bild wirklich mehr zu sagen als tausend Worte. Quod demonstrandum erit!

Informationen zur Schreibtischlampe Hitachi Moon Light 506

Augenscheinlich stellte die Firma Hitachi zwei Varianten dieser Lampe her, eine Variante mit einem Herstellerschriftzug auf dem Sockel und eine Variante ohne. Weiterlesen

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Friedrich Wilhelm Murnau: Nosferatu – Der verhinderte Dracula

Nosferatu – Eine Symphonie des Schreckens, directed by Friedrich Wilhelm Murnau, Transit Film 2007.

5000 Pfund war die Summe, aufgrund derer der Stummfilmklassiker Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens aus dem Jahre 1922 beinahe komplett vernichtet worden wäre. Der Film Nosferatu hätte nämlich auch Dracula heißen können und hieß nur nicht so, da die Produktionsfirma Prana sich die Kosten für den Kauf der Filmrechte an Bram Stokers Roman Dracula sparen wollte. Bram Stokers Witwe und Erbin, Florence Stoker, klagte nach der Veröffentlichung des Filmes prompt. Ein von ihr angebotener Vergleich über die besagten 5000 Pfund kam nicht zustande, da die Produktionsfirma aufgrund des mäßigen finanziellen Erfolgs von Nosferatu zum Zeitpunkt des Angebots unlängst in Konkurs gegangen war. Ein Berliner Gericht ordnete daraufhin in letzter Instanz an, dass alle Rollen des Filmes umgehend vernichtet werden müssten. Jedoch waren Kopien des Films zu diesem Zeitpunkt bereits ins Ausland verkauft worden, woraufhin in den einzelnen Ländern weitere Kopien entstanden waren, derer man nicht mehr habhaft werden konnte. Somit darf der falsche Graf Dracula nun schon seit 90 Jahren als Untoter sein Unwesen treiben. Aber ist der falsche Dracula auch etwas für den richtigen Dracula-Fan?

Damit beim Schauen von Nosferatu Freude anstatt Verdruss aufkommt, muss bei einem so alten Film kurz etwas zu den erhältlichen DVD-Ausgaben gesagt werden. Die Anzahl der Ausgaben ist vor allem aufgrund der Tatsache, dass der Film in den USA als Public Domain gilt, also nach Belieben vervielfältigt werden darf, ausufernd groß. Weiterlesen

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Anmerkungen zu Bram Stoker: Dracula

Stoker, Bram: Dracula, 1. Auflage, Köln 2008.

Wer kennt ihn nicht, den Grafen mit dem schwarzen Cape und den grausamen Zähnen? 1897 erschien Bram Stokers Roman Dracula, der einem breiten Publikum den geheimnisvollen Grafen Dracula als Urtyp des Vampirs vorstellte. Seitdem haben neben den jährlichen karnevalistischen Veranstaltungen und ungezählten Postern zahlreiche Verfilmungen, in denen unter anderen Bela Lugosi, Klaus Kinski und Gary Oldman den Dracula verkörperten, dafür gesorgt, dass heutzutage jedes Kind ein Bild vom Grafen vor Augen hat. Aber wie genau hat man sich Dracula seinem Schöpfer Stoker gemäß denn nun vorzustellen? Hat er tatsächlich lange spitze Schneidezähne? Oder nicht? Wird man nach dem Biss eines Vampirs unversehens selber zum Vampir? Oder braucht die Verwandlung einige Zeit? Und gibt es nach all den Kostümen, Plakaten und Filmen überhaupt noch einen Grund, sich durch die 500 Seiten eines gut 100 Jahre alten Romans zu lesen? Fragen über Fragen. Lasst uns mit der Suche nach Antworten beginnen!

Sofern in der Tat noch jemand unter uns weilen sollte, der die Handlung von Bram Stokers Roman Dracula nicht kennt, so soll er sie hier in in ihren groben Zügen erfahren. Es gibt da nämlich einen Grafen, Dracula mit Namen, der im fernen und geheimnisumwobenen Transsylvanien auf seinem Schlosse haust und sich vom Blut lebender Menschen ernährt. Weiterlesen

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Kieler Sprotten mit Rührei – eine Spezialität, nicht aus Kiel…

Zubereitung von Kieler Sprotten mit Rührei.

 Wer hat’s erfunden?

Echte Kieler Sprotten stammen nicht nur aus dem Großraum der Kieler Bucht, sondern müssen auch in einem sogenannten Altonaer Ofen über Buchen- und Erlenholz geräuchert sein. Gerade letzteres ist heutzutage jedoch immer seltener möglich, da aufgrund der starken Rauchproduktion neue Altonaer Ofen nur noch in Ausnahmefällen zugelassen werden, so dass die Sprotten nun alternativ in gasbetriebenen Räucheröfen veredelt werden. Hierdurch geht jedoch ein nicht unbedeutender Teil des klassischen Rauchgeschmacks verloren. Weiterlesen

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Anmerkungen zu Stephen King: Carrie

King, Stephen: Carrie, 36. Auflage, München 2011.

Carrie (original: Carrie) ist der Titel des Debütromans von Stephen King, der 1973 in einer Hardcoverausgabe im Doubleday-Verlag in New York erschienen ist. Mit der Hauptprotagonistin seines Romans, Carrie White, brachte King neuen Schwung in das angestaubte Horrorgenre der frühen 1970er-Jahre, wo sich zur der Zeit hauptsächlich Werwölfe, Vampire und andere Fantasiegestalten tummelten, denen man nicht täglich auf der Straße begegnet. Für den Leser kam mit Carrie der Schrecken näher, lauerte nun nicht mehr in dunklen Gewölben, in denen eine Hand voll Menschen gegen Vampire Schlachten um Heil oder Untergang der Menschheit führten, sondern lauerte urplötzlich nur noch ein Haus weiter, schlummernd in des Nachbarn oder der Nachbarin schüchterner Tochter. Für King kam mit Carrie eine Karriere als Schriftsteller, in deren Folge er zu einem der heute kommerziell wie auch finanziell erfolgreichsten Schriftsteller überhaupt avancierte.

Da Carrie der erste von Stephen King veröffentlichte Roman ist, lohnt sich ein Blick auf die Situation, aus der heraus er entstanden ist. Als King Carrie schrieb, damals also, befand er sich, wie man heute sagen würde, in äußerst prekärer Lage. Weiterlesen

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Caesar Salad – der etwas andere Klassiker!

Zubereitung eines nicht ganz klassischen Caesar Salad.

Wer hat’s erfunden?

Aus der Not heraus hatte Cesare Cardini am Independence Day des Jahres 1924 einen Salat kreiert, der all das vereinte, was die ausgedünnte Küche seines an diesem Tag hoffnungslos überlaufenen Lokals Caesar’s Place noch hergab. Bescheiden, wie Cesare offensichtlich war, benannte er diese Schöpfung kurzerhand nach sich selbst: Caesar Salad. Der nach der klassischen Rezeptur zubereitete Salat ist heutzutage aus der amerikanischen Küche nicht mehr wegzudenken. Weiterlesen

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Kann Wulff Bundespräsident?

Die allerorts geübte Kritik an dem Bundespräsidenten Christian Wulff will trotz der Empörung etlicher Politiker aus dem so genannten „bürgerlichen Lager“, von denen sich zuletzt Horst Seehofer und Peter Altmaier besonders hervortaten, einfach nicht abreißen. Zudem hört man von dorther dieser Tage wieder zahlreiche Bibelzitate wie das Wort vom Wurf des ersten Steins und wohlmeinende Weisheiten wie die Notwendigkeit des Zugestehens der zur Floskel gewordenen zweiten Chance. Daran problematisch für Wulff ist, dass die Politiker genannter Couleur immer nur dann auffallend emsig mit Bibelzitaten, Weisheiten und obendrauf gerne auch noch mit der christlichen Tugend der Vergebung bei der Hand sind, wenn einem der ihren das Wasser bis zum Halse steht.

An den Reaktionen zeigt sich demnach deutlich, dass die Politiker der beiden „C“-Parteien Wulff bis heute in erster Linie als ihren Politiker sehen, in zweiter Linie darf er dann den Bundespräsidenten aller Deutschen geben. Weiterlesen

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Tobe Hooper: Salem’ Lot – Ein Horror ganz eigener Art

Salem's Lot, directed by Tobe Hooper, Warner Home Video 2006.

„Wenn man bedenkt, dass das Fernsehen, dieses magische Medium, nahezu alles, was es anfasst, in Scheiße verwandelt, muss ich sagen, dass ich recht gut davongekommen bin.“ – So urteilte Stephen King selbst über die gut dreistündige filmische Umsetzung seines Romans Brennen muss Salem (original: Salem’s Lot) durch Tobe Hooper aus dem Jahre 1979. Vorab sei angemerkt, dass man sich, wenn überhaupt eine Fassung, dann eben diese englische Originalfassung mit dem zum Roman gleichlautenden Titel Salem’s Lot besorgen sollte (siehe Abbildung links), da die im Umlauf befindlichen deutschen Schnittfassungen auf gut die Hälfte der Originalspieldauer zurechtgestutzt wurden. Das überlebt kein Film, der auch nur annähernd für sich beansprucht, ein schlüssiges Ganzes zu sein.

Die Handlung der Verfilmung gleicht in Grundzügen der des Romans: Der Schriftsteller Ben Mears kehrt Ende der 1970er-Jahre nach nahezu zwei Jahrzehnten Abwesenheit nach Jerusalem‘ s Lot  zurück, der Stadt, in der er einen Teil seiner Kindheit verbracht hat. Weiterlesen

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Caesar Salad – der Klassiker!

Zubereitung eines klassischen Caesar Salad.

Wer hat’s erfunden?

Am Independence Day des Jahres 1924 soll der Italo-Amerikaner Cesare Cardini einen Ansturm auf sein kleines Lokal Caesar’s Place erlebt haben, dem die Küche nicht gewachsen war. Pfiffig wie Cardini war, warf er – so ist es zumindest überliefert – all das, was die Küche irgendwie noch hergab und was dazu auch noch einigermaßen essbar aussah, in einen großen Holzbottich, durchmischte es dreimal und servierte es vier Augenblicke später mit einem breiten italienischen Grinsen als seinen neuen amerikanischen Salat – den Caesar Salad. Weiterlesen

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